Alltagstipps – Was tun gegen Diebstahl

Sicherheit vor Dieben

Jedes Jahr werden tausende Fahrräder in Deutschland gestohlen. Auch die neuen E-Scooter dürften bei Dieben hoch im Kurs stehen. Wie schützt man sich?

In erster Linie muss ein E-Scooter eins: fahren. Wer mit dem eScooter unterwegs ist, hat ihn im Blick und das Risiko, dass er gestohlen wird, tendiert gen null. Die meiste Zeit aber steht der E-Scooter allein irgendwo herum. Und das nicht nur am Tage, sondern auch in der Nacht. Gerade diese Situationen sind für Diebe die perfekte Gelegenheit den E-Scooter zu stehlen. Der beste Tipp: nehmt den eScooter mit in eure Wohnung. Das Risiko eines Tageswohnungseinbruchs ist in Deutschland sehr gering, da das Entdeckungsrisiko für die Diebe sehr hoch ist. Was aber, wenn ihr dazu keine Möglichkeit habt?

Festbinden als großer Schutz

Nun gut, ihr sollt eure E-Scooter nicht mit Hanfseilen an einem Baum festbinden, sondern mit guten Schlössern schützen. Dabei sind zwei Variablen sehr wichtig: 1.) das eingesetzte Schloss selbst und 2.) der Fixierpunkt. Heißt: an einem kleinen Verkehrspoller den E-Scooter anschließen macht wenig Sinn, wenn der E-Scooter einfach nach oben gehoben wird. Genauso sinnlos ist es, den E-Scooter an einem dünnen Zaun anzuschließen. Dann schneidet der Dieb nicht das Schloss durch, sondern den Zaun und nimmt den E-Scooter mit. Ein professioneller Dieb benötigt nur wenige Sekunden, um auch angeblich gute Schlösser zu knacken. Genau hier liegt der Erfolgsfaktor: Diebe haben kein Interesse, eine halbe Stunde mit einer Flex am Schloss herum zu schneiden. Sobald das Schloss mehr als eine bis zwei Minuten standhält, lässt der Dieb aller Erfahrung nach vom E-Scooter ab.

Was sind gute Schlösser?

Ein gutes Schloss ist in erster Linie eins: immer dabei. Riesige Panzerketten oder unflexible Bügel werden aus Faulheit oft nur kurze Zeit genutzt und bleiben dann zu Hause liegen. Daher muss das Schloss der Wahl nutzbar sein. In den Fachgeschäften rund ums Fahrrad gibt es unzählige Varianten zu kaufen, die für den eigenen Zweck gut geeignet sind. Das heißt: wo befestigt man das Schloss am E-Scooter und wie transportiert man das Schloss beim Fahren? Details, die bei jedem E-Scooter und bei jedem Fahrer variieren, weshalb wir an dieser Stelle keine allgemeingültigen Tipps verbreiten wollen. Eins ist aber sicher: nur wer seinen E-Scooter wirklich immer anschließt, geht sicher, dass er nicht gestohlen wird.

Technische Überwachung

Einige E-Scooter sind wirklich teuer. Ihre Neupreise überschreiten schnell die 1000 Euro Marke. Genau solche E-Roller können auch mit weiteren technischen Mitteln geschützt werden. Eine Möglichkeit sind Alarmanlagen für Bikes. Sie werden oft an der Sattelstütze montiert. Einen Sattel haben die E-Scooter nicht, sehr wohl aber eine Lenkstange, deren Umfang denen der oft genutzten Sattelstangen entspricht. Sie werden dort montiert und per Fernbedienung oder Code-Eingabe scharf geschaltet. Wird der Scooter bei scharfer Alarmanlage bewegt, löst die Anlage aus und ein schriller Ton ertönt. Das schreckt den Dieb ultimativ ab, da er Angst vor Entdeckung hat. Eine andere Möglichkeit sind GPS-Sender. Auf dem Markt sind grandiose Varianten erhältlich, die per eingebauter Batterie einfach irgendwo am Scooter, am besten verdeckt, montiert werden. Per App kann der Standort des Scooters abgefragt werden oder der User wird bei einer Ortsveränderung automatisch alarmiert.

 

Vorsorge ist besser als Anzeige

Schon bei der Anschaffung des E-Scooters sollte auf ein gutes Schloss und die Überlegung, wie sichere ich meinen E-Scooter geachtet werden. Es macht keinen Sinn, darauf zu vertrauen, dass schon nichts passieren wird. Jeden Tag werden tausende Fahrräder gestohlen. Warum sollte es mit E-Scootern anders sein? Trefft Vorsorge und schließt den Scooter auch beim kurzen Ausflug zum Bäcker an.

Ein Text von unserem Martin Zink

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