E-Scooter für die Zukunft

 

Veränderte Mobilität

Seit einigen Jahren verändert sich die Mobilität weltweit. Nach Car-Sharing und Taxi-Sharing kommen nun die E-Scooter. Ein Blick auf die Vorteile der Zukunft.

E-Scooter sollen eins: die Umwelt entlasten. Die Überlegung ist, dass die Elektro-Scooter unnütze Fahrten mit dem PKW reduzieren und gerade kurze Strecken motorisiert ermöglichen. Dabei ist beachtlich, dass Strom angeblich umweltschonender produziert wird als fossile Brennstoffe und der Umweltschutz mit Elektrokleinstfahrzeugen besser gelingt. Hierrüber kann man trefflich streiten, wir aber glauben, dass E-Scooter einen guten Beitrag für verbesserten Umweltschutz leisten können.

Weg vom eigenen Auto

Immer mehr Jugendliche haben keine Lust aufs Auto. Sie machen keinen Führerschein oder entschließen sich erst sehr spät dazu. Demnach werden öffentliche Verkehrsmittel genutzt, wobei gerade die Zubringerstrecken zu den Bahnen und Trams unserer Städte als oft zu lang empfunden werden. Wer läuft bewegt sich mit knapp 6 Kilometern pro Stunde und braucht für lange Strecken deutlich mehr Zeit. Fahrräder waren die Lösung. Doch Fahrräder sind sperrig und dürfen in den städtischen Straßenbahnen und Trams oft nur gegen Gebühr mitgenommen werden. Daher waren sie für derlei Fahrten oft ungeeignet. Wurde die Strecke zu lang, blieb das Fahrrad zuhause und der Weg zum öffentlichen Nahverkehr wurde zu Fuß zurückgelegt. Mit einem E-Scooter sieht die Sache ganz anders aus. Sie können sehr komfortabel und platzsparend zusammengeklappt und dürfen als Gepäck über der Schulter mitgenommen werden. Dadurch entstehen viele Vorteile.

Keine Doppelbelastung

Pendler kennen das Problem: das Bike darf nur gegen Gebühr in der Bahn mitgenommen werden. Gerade schnelle Züge sind für Fahrräder tabu. Daher schaffen viele Pendler zwei Räder an. Eins für den Heimatort und den Weg vom und zum Bahnhof und eins für den Arbeitsort. Jeweils für nur eine der zwei Strecken benutzt, stehen die Fahrräder dann in riesigen Fahrradkolonien und warten auf die nächste Nutzung. Ökologischer Unsinn in Bezug auf die Herstellungskosten. Zumal die Bikes auch gern einfach vergessen werden und dann aufwendig entsorgt werden müssen. E-Scooter die legal in Bahnen mitgenommen werden, lösen dieses Problem: sie sind für beide Strecken im Einsatz und entlasten so den öffentlichen Raum, weil sie eben nicht am Bahnhof stehen bleiben.

Verbesserte Nutzung des Nahverkehrs

Heute stellen sich Pendler zwei Fragen: wie lange dauert meine Arbeitsstrecke und was kostet sie? Die Bahn ist in vielen Fällen auf den ersten Blick schneller. Von Bahnhof zu Bahnhof aus dem Heimat- in den Arbeitsort sind sie minutenmäßig oft schneller als das Auto. Problem dabei: wenige Pendler wohnen direkt am Bahnhof und müssen daher die Zubringerzeiten einberechnen. Per Straßenbahn zum Bahnhof, wobei oft einige Minuten als Puffer für Verzögerungen und Verspätungen eingerechnet werden müssen. Dadurch kommen zusätzliche Minuten zusammen, die die Wegezeit von Haustür zu Haustür oft extrem verlängern. Fahrräder halfen schon immer, diese Probleme zu vermeiden, doch ein Nachteil blieb: bei anspruchsvollen Strecken kommt man ins Schwitzen, was viele Nutzer vom Fahrradfahren abhielt. Ein E-Scooter bringt die gleichen, wenn nicht besseren Vorteile eines Fahrrades und ist vollkommen stressfrei in Bezug auf mögliches Schwitzen. Und auch bei den Kosten macht sich der Mix aus E-Scooter und Bahn bemerkbar. Wenn die aufzubringende Zeit für die Nutzung des Mixes Scooter-Bahn konkurrenzfähig in Bezug auf die Autonutzung ist, bleibt die Frage nach den Kosten. Ein PKW kostet Sprit, Versicherung, Steuern und Reparaturen. Zum Teil recht unkalkulierbar bei explodierenden Spritpreisen und anfälliger Fahrzeugtechnik. Die Bahn hingegen macht Festpreise für Pendlertickets und der E-Scooter ist extrem günstig. (Versicherung) und Strom, mehr ist nach der Anschaffung nicht zu bezahlen. Oft eine tolle Alternative zum Auto.

Der Mix macht es

 

Alles in allem macht der E-Scooter wirklich Sinn. Er ist gerade in Verbindung mit der Bahn eine kostengünstige und umweltschonende Alternative zum Auto.

Ein Text von unserem Martin Zink